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Lichtblitze. Sie springen umher, schlagen wirre Wege, sprühen Funken. Es zischt, es knallt. Es ist so laut. Ich halte meine Ohren zu. So laut! Ich sehe die Bewegungen, spüre ihre Pfade noch auf der Oberfläche meines Blicks, wenn sie schon fort sind. Mein Kopf schwirrt. Ich bin trunken von Impulsen. Licht springt durch mich hindurch, um mich herum, an mir vorbei. Rechts an meiner Hand vorbei, hinunter zu meiner Schulter, fort. Von hinten durch meinen Oberkörper. Ich spüre es nicht. Aber ich erlebe es mit anderen Sinnen. Der Lärm erfüllt menen Kopf. Es gibt nichts mehr, was noch existiert außer den Explosionen von Licht, von Sinn und Verstand. Ich muss nicht denken, ich muss nicht handeln, ich muss nur spüren. Spüren, was gerade geschieht. Je wilder die Lichtblitze umher zucken, desto wärmer wird mein Innerstes. Das Tosen von Licht um meine Augen. Ein Glühen in mir. Ein Knacken, ein lautes Reißen geht durch meinen Leib. Blitze rasen durch meine Venen, mein Innerstes und über meine Haut spannt sich ein feines Netz aus hellen Rissen. In meiner Brust glüht es heiss auf. Dann ein lauter Knall und mit einer bunten Explosion bricht alles um mich herum in feinste Stücke. "Ich" bin freigesetzt. Der Lärm verebbt obtrotz er existent bleibt. Ich setze zum Sprung an. Was kann mich halten....
8.2.14 21:20


Mehr, Mehr, Mehr!!!!

Eiskalt prallte mir der Regen ins Gesicht. Ich betrachtete diesen Ort. Er war so öde, so still und leblos, farblos. Kühl zog der Wind durch meine Kleidung, erfasste meine Haare und wehte sie wild vor meinem Gesicht umher. Mein Blick war umschlossen von ihnen. Und ich hob den Kopf, blickte in den regenschweren Himmel. Durch ein paar Lücken zwischen meinen Haaren konnte ich blau sehen, grau und weiß. Und Bewegung, viel Bewegung. Meine Haare wurden nasser, aber das machte nichts. feuchte Kühle stieg an meiner Haut herauf und auch dies machte mir nichts aus. Ich wollte nur kurz verharren, nur kurz etwas von dem fühlen, was ich schon seit langem wieder fühlen wollte. Leben. Ich dachte daran, wie wenig ich erlebe, wie viel mehr es gibt. Mehr. Mehr. Mehr. Ein Wort mit so viel Gewicht in Sinn und Bedeutung. Mehr. Mehr. Mehr. Ein Echo, das widerhallt, sich aus sich selbst schöpft und mein Herz in die Ferne ausbreitet. Ich mochte das Gefühl, wie mir Wassertropfen das Gesicht herunter liefen. Leben. Mehr. Mehr. Mehr. Ich senkte meinen Kopf und sah mich um. Mein Alltag. Mein Dasein. Jetzt. Ich ging wieder an meine Arbeit. Die Feuchtigkeit verdunstete mit der Zeit und auf meiner Haut blieb kein Regen, kein Wind, nichts. Schweiß und Dreck von der Arbeit. Aber seit diesem Moment, nein, im Grunde seit ich im Trott fest hänge, schwillt etwas in mir. "Mehr". Ich will "mehr". Unglaublich viel mehr. Der Alltag bedeutet vor allem "Geld verdienen um Leben zu können". Aber Leben bedeutet für mich persönlich, alles zu spüren, nicht nur die harte Arbeit oder den Haushalt in meiner Wohnung oder ab und an Bekannte zu treffen. Es ist mehr. Ich will mehr. Mehr. Mehr. Mehr. Ich will wieder einfach grundlos durch die Wohnung tanzen. Ich will mehr. Nachts die ganze Stadt durchforsten und in ihrer verlassenen Dunkelheit meinen Gedanken nach hängen. Ich will mehr. Viele Orte sehen und erleben. Ich will mehr. Ausleben, was ich zurückhalte. Ich will mehr. Mehr als das, was jetzt ist. Und wenn ich mutig und töricht wäre, würde ich vieles anders machen. Wenn ich mutig und töricht wäre, würde ich vermutlich meine sieben Sachen packen und einfach losziehen.Ohne an Geld zu denken. Irgendwohin. Hauptsache fort, weit fort ins Nirgendwo. Mehr. Ich will mehr. Ich verpasse zu viel. Heute, als ich so auf dem Hof meines Arbeitsplatzes stand, in meinen Arbeitsklamotten mit dreckigen Händen und zerschrammten Armen und dem Regen über mir, wurde es mir einmal mehr bewusst. Leben will ich, mehr als alles andere. Ich hätte es am liebsten wie die Figuren aus so vielen Filmen gemacht. Der Moment, wenn sie die große Erkenntnis einholt, sie alles von sich werfen, ein Impuls in ihnen erwacht und sie einfach loslaufen. Loslaufen, als ginge es um ihr Leben.

Es geht ums Leben. 

Das ist mir wieder einmal schmerzlich bewusst geworden. Ich tue nicht das, was mir wirklich viel bedeutet, was ich will. Ich freue mich auch nicht mehr so sehr von Herzen und die Verbitterung nagt an mir. Ich werde anders, zu einem müderen, erschöpfteren Geschöpf. Aber heute habe ich mir wieder zeigen können, dass es nicht so einfach ist, aufzugeben, was einen antreibt. Und mich trieb stets Durst an. Unglaublicher Durst nach Leben, nach Sehnsucht, nach Ferne, nach Magie, nach Wundern. Nach Mehr.

Ich werde versuchen, wieder mehr von dem zu tun, was mir gefällt, ohne in Nichtigkeit zu versinken. Ich unternehme zu wenig mit Freunden- mehr davon. Ich bin zu wenig unterwegs und seien es noch so kleine Spaziergänge- mehr davon. Ich male und schreibe zu wenig- mehr davon. Ich reise zu wenig- nach Möglichkeit auch mehr davon. Viel mehr von allem!!!

 

16.1.14 21:09


Faun

Die Farben wirbeln wie wilder Rauch umher. Schatten verbinden sich mit dem letzten Licht des Tages. Funken stieben auf in den blauen Himmel. Ich sehe die ersten Sterne. Die Bewegung hält mich, wiegt mich. Ein Strudel aus Feuer. Gleißend, brennend. Der süßlich-herbe Duft vom orange aufglühenden Holz liegt schwer in der Luft, liegt auf mir, umgibt mich und berauscht mich. Die Musik schwebt durch meine Sinne. Melodie um Melodie. Ton um Ton. Mein Innerstes wiegt sich im Takt und mein Leben vibriert in meinen Adern. Ungestümer greifen die Flammen g'en Himmel. Leuchtende Krallen zerfetzen die Dunkelheit. Ich spüre die Hitze auf meinen kühlen Wangen. Das Gefühl brennt sich ein, die Musik wird lauter. All die Menschen um mich herum verschwimmen, verwaschen wie Staub und der Moment nimmt Gestalt an. Ich spüre sein Wesen, seine Wärme, seine Existenz, seinen Leib, der sich an mich schmiegt- mit mir tanzt. Ich schließe die Augen, mein Kopf wiegt sich rhythmisch zur Melodie. Er zieht mich an sich und  durch die Dunkelheit hinter meinen Lidern sehe ich den Funkensturm, die Sterne, die Flammen, wie sie wild um sich schlagen. Meine Stimme findet ihren Weg durch meine Kehle und ich stimme in den Gesang ein. Die Welt singt, sie tanzt, sie lebt. Ich bin in ihr, ich spüre es. In diesem Moment. Mit diesem Moment.

 

Da ich schon seeeehr lange nichts mehr habe von mir hören lassen, dachte ich, es sei mal wieder an der Zeit und dann habe ich überlegt, was ich schreiben könnte, und der oben stehende Text ist dabei heraus gekommen. Zur Zeit erlebe ich nicht viel, weil ich durch mein jetziges Berufsleben kaum noch zu irgendetwas komme (, was ich unglaublich bedauere, weil mein Kopf, mein Geist, meine Phantasie sich so gerne an Eindrücken der Welt labt, aber man muss auch von etwas leben können, so bitter es auch sein mag...)- Mir entgeht im Moment sehr vieles, was ich früher genießen durfte, aber nach wie vor, kann ich mich erinnern. Ich kann mich erinnern und versuchen, meinen Erinnerungen mit meinen Worten und Sätzen Leben einzuhauchen.

Eine dieser Erinnerungen habe ich nun nieder geschrieben. Sie stammt von dem letzten MPS, das ich besucht hatte, als ich etwas mehr Zeit hatte.

Die Atmosphäre, dieses Dröhnen der Menschenmengen, die Heiterkeit, egal welches Wetter auch herrscht, die Abende, wenn die Lagerfeuer ihre Glorie entfalten können und sich in Richtung Himmel schwingen, während die Musik alles einnimmt, sodass selbst Menschen zu Rauch in den Gedanken, in der eigenen Sicht verschwimmen können, sodass man wirklich eins wird mit diesem Moment und dieser "anderen" Welt. Das ist es, was ich jedes Mal, wenn ich zu diesem Festival aufbreche, mit Vorfreude erwarte und unendlich genieße. Deshalb wollte ich eine kleine Impression davon hier bringen, damit ich nicht vergesse und mich der Alltag nicht allzu sehr auffrisst.

13.1.14 20:34


Gedankenrauch

Was, wenn der Himmel keine Wolken halten könnte? Wenn sie nieder fielen auf die Erde? Wellen schlügen, wie Tropfen auf Wasser?

Was, wenn der Staub der Seelen fort geweht würde? Wenn er so stark würde, wie ein riesiger Wirbelsturm? Und mit sich risse, was dem Sinn seinen Ursprung gäbe?

Was, wenn der Atem, welcher im Meer versiegt, unauslöschlich weiter ginge? Wenn er nicht zu erschüttern wäre? Keine Aussetzer, kein Beben in ihn gehen könnte?

Was, wenn ein Funke die Welt erschüttern könnte? Wenn er alles zum Einsturz brächte? Und nichts auf dem anderen ließe?

Was, wenn Gedanken, so wirr sie auch sein mögen, so naiv und unlogisch sie sich auch verhielten, wahr würden? Wenn sie sich erhöben um zu existieren? Uns in den Schatten rückten?

Was, wenn die Kälte kein Leben nehmen würde? Sondern verstreuen würde? Fallen ließe, wie Schnee, der leise auf die Welt fällt?

Was, wenn all die Farben explodierten? Wirbelten, pulsierten? Sich selbst erschüfen? Ohne Werkzeuge, ohne Pinsel, ohne Hände, ohne jedwedes Mittel?

Was, wenn Licht wie Regen wäre? Wenn es kühl, manchmal auch warm auf unsere Haut tropfte? Hinunterliefe und gleißende Spuren hinterließe?

 

 

 

18.11.13 20:54


Ich liebe dich, wie man die dunklen Dinge liebt, heimlich, zwischen Seele und Schatten

I do not love you as if you were salt-rose, or topaz,
or the arrow of carnations the fire shoots off.
I love you as certain dark things are to be loved,
in secret, between the shadow and the soul.

I love you as the plant that never blooms
but carries in itself the light of hidden flowers;
thanks to your love a certain solid fragrance,
risen from the earth, lives darkly in my body.

I love you without knowing how, or when, or from where.
I love you straightforwardly, without complexities or pride;
so I love you because I know no other way

than this: where I does not exist, nor you,
so close that your hand on my chest is my hand,
so close that your eyes close as I fall asleep.

(Sonett XVII- Pablo Neruda)

 

Weder Schwarz noch Rot, noch Irgendetwas anderes.

Meine Gedanken streifen, streifen, streifen. Ein Singsang, ein Chaos an allem, was da herrscht. Ich will es los lassen, will es wegstoßen. Es rauscht, pulsiert n meinen Venen. Dunkelheit umfängt mein Innerstes. Fast geborgen, doch ebenso im unsicheren Taumel durch die Welt. 

Ich will es nicht, wollte nie. Und jetzt? Jetzt liegt es so tief, schlägt Wurzeln und wächst, formt sich, formt mich und ich weiß nicht, was zu tun ist, um mich nicht fortreißen zu lassen.

War ich je so? So ängstlich, so verloren? So schwankend zwischen übermässigem Glück und vollkommener Verzweiflung?

Dunkle Gedanken, in Begierde liegend - verschlungen, unförmig, trüb vor den eigenen Augen liegend wie ein Schleier. Wohin, wohin nur?

Und es scheint so unnütz, so unglaublich verworren und man zweifelt an seinem eigenn Verstand, weil das Innerste anders handelt, als das Rationale es tun würde, es raten würde. 

Liebe ist das falsche Wort, der falsche Laut, es reicht nicht aus, um zu erklären. Es ist ein weites Ausmaß, das man weder erfassen, noch festhalten kann in einem Wort, einer einzigen Silbe.

Flüssig, nebelhaft, weit und unstet. Ich falle, lande, stehe, taumle, wanke, sinke, schwimme, ertrinke und versuche, mich über jenem zu halten. An der Luft.

 

Mein Innerstes ist gerade in einem ziemlichen Aufruhr, man möchte es als etwas Größeres, etwas Immenseres als nur simples Chaos bezeichnen, aber es fehlen die rechten Worte. Ich tue gerade Dinge, die mir leid tun und doch nicht, weil ich sie insgeheim auch will. Ich bin zwiegespalten und ich kam mir nie mehr als schlechter Mensch für meine Gedanken und Taten vor wie jetzt . Am liebsten würde ich mich selbst aufhalten oder ständig die Zeit zurück drehen können, damit ich es irgendwann hinbekomme, das zu tun, was "richtig" ist, was nicht "schlecht" ist. Ich weiß es besser, ich weiß auch, dass meine Gedanken, meine Gefühle töricht sind, aber wie stoppe ich mich selbst? Ich bin ratlos....

 

 

 


 

 

 

 

 

3.4.13 20:09


Dilemma

Es ist wunderbar, wenn man immer wieder aufs Neue fest stellen muss, dass ausgerechnet die Menschen, die einem am nächsten sind, mit all der Zeit, die sie sich bereits mit einem auseinander gesetzt haben, nichts dazu lernen und noch weniger verstehen. Ich arbeite an mir, ich öffne mich schon mehr, aber trotzdem, dieselbe Erkenntnis bleibt stets .

Zur Zeit hab ich irgendwie von allem und jedem die Nase gestrichen voll. Ich bin es leid, dass es immer dasselbe ist und dass ich praktisch alleine da stehe, wie eh und je. 

Heute könnte ich mich hinsetzen und unentwegt heulen. Gestern hatte ich einen Unfall und an dem Tag ging es mir schon vorher schlecht, heute erdrückt mich das ganze mal wieder dermaßen und ich kann noch nicht mal Ruhe finden, indem ich spazieren gehe oder Ähnliches, weil ich durch besagten Unfall nicht gut laufen kann.

Natürlich staut sich bei mir der Frust an und ich lasse es bestimmt auch an anderen aus, selbst, wenn ich es nicht will, aber ich höre heute immer die gleichen Phrasen, leeren Sätze, Fragen, die mich noch mehr frustrieren und aufregen, weil sie so flach und stumpf rüber kommen und ich nichts, aber auch nichts tun kann, um diesem Anschein an Unverständlichkeit entgegen zu wirken. Ich hab überhaupt keinen Weg, meinem Frust wirklich Luft zu machen. Denn Ohren zu halten, Augen schließen und laut schreien, kommt vielleicht doch falsch rüber bei meinem Gegenüber.

 

(ich entschuldige mich für das Gejammer und Gemecker, weil ich mich bestimmt, sobald ich diesen Eintrag nohmals durchlese am nächsten Tag oder in ein paar Tagen  oder das nächste Mal, wenn ich Muße für meinen Blog habe, als Meckerpott schimpfen werde, aber ich denke ebenso, dass mein Blog im Grunde ja auch dazu da ist, mir zumindest im geringen Maße Luft zu machen)

 

8.2.13 21:55


Daheim

Sobald ich "Zuhause" bin, fühle ich mich immer, als würde ich langsam und allmählich verschwinden. Immer blasser werden, bis ich nicht einmal mehr ein Geist bin, nicht einmal mehr ein Echo in der Stille. Diese Welt, die sich Elternhaus nennt, bleibt immer gleich, gleich monoton, gleich erschreckend, gleich erdrückend. Sie verschluckt mich immer auf dieselbe Art und es ist gleichgültig, wie alt ich bin, wie viel mehr Erfahrungen ich gesammelt habe, wie sehr ich es schon kenne oder wie sehr ich mich auch dagegen wehre, sie lässt nicht ab von mir und ich kann sie genauso wenig abschütteln.

Das ist kein Ort, an dem man Glücklichsein praktiziert. Doch ich bin naiv, weil ich daran glaube und immer wieder darauf herein falle, dass all die Heuchelei, all die Lügen, all das Verstellen auch irgendwann aufhören kann. Ich würde zu gerne daran glauben, dass die Freundlichkeit nicht gespielt ist, dass nichts so oberflächlich dahin fließt, wie es das doch so oft tut in den Gesichtern jener Menschen.

"Zuhause" ist ein Platz, der dich willkommen heißt, an dem du bleiben möchtest, weil die vage Vertrautheit dir Sicherheit gibt und es ist gewiss kein Ort, von dem du, sobald du ankommst, gleich am liebsten wieder fliehen möchtest. 

 

7.2.13 15:35


Wo fängt es an? Wo hört es auf?
Ein Traum, den ich hatte und die Wahrheit, die er ist.
Unbeholfen balanciere ich auf dem Drahtseil. Mein Blick wandert hinaus auf mein Meer und der Horizont verschwimmt in blassem Weiß, in blassem Licht.
Ich schwanke, doch kein Wind, keine Brise streift mich und ich falle nicht, falle nie.
Wo ist der Sturm, wenn man ihn braucht?
Das Beben, das ich will, die Vibration, die sich durch meinen Körper zieht, bleiben aus.
Ich will das Wasser spüren, den Druck, die Wucht des Aufpralls auf der Oberfläche.
Es soll nicht so bleiben, wie bisher. Ich will die Welt.
Ich spüre das Lachen in meinen Venen rauschen, das Glück in meinen Knochen knacken.
Doch nichts bricht hervor, keine Erlösung.
Ein Taumeln, doch wie fest gewachsen, bleibe ich auf dem Punkt. Das Seil blebt wie es ist. Eine Konstante.
Wo fängt es an?
Wo hört es auf?
5.2.13 22:21


Zeit geben

Das Licht blendet so gleißend hell, dass sich meine Augen von selbst schließen. Die Wärme strömt über meine Haut, durch sie hindurch. Gib mir das Gefühl zu sein, jetzt. Gib mir das Gefühl zu werden.

Wenn ich manchmal nur wüsste, wohin mich meine Pfade ziehen, wohin ich eigentlich treibe. Ich treibe immerzu. Denn ein Ziel ist zu fest und mein Leben zu schwankend. Eine beständige Kollision. Gib mir das Gefühl, etwas halten zu können, jetzt. Gib mir das Gefühl, gehalten zu werden.

Die Sprache verstummt auf meiner Zunge. Keine Worte fließen hinaus. Nur Luft, nur Wind, der meine Gedanken fort weht. Ob sie ankommen, verrät nur ein Rauschen. Sag, dass sie dich erreichen, jetzt. Sag, dass sie dich erreichen werden.

Die Wolken werfen Schatten. Meine Augen sehen. Sehen weit. Und ich will nicht zurück bleiben, deshalb ziehe ich mit fort, immerzu, immer wieder. Sag, dass ich dich nicht zurück lassen soll, jetzt. Sag, dass ich dich mitnehmen soll.

Ich will dich hinein lassen, in meine Gedanken, meine Welt. Deshalb, sieh mich einfach an, sprich mich an, halte mich, lass nicht zu, dass ich dich los lasse- wenn du das tust, habe ich dich bereits erreicht, zu einem gewissen Grade. Ohne Worte, mit geschlossenen Augen- und ich weiß, dass ich endlich bin. Ängstlich, Unsicher, Schwankend, Sehnsüchtig, Träumend. Und nicht verloren. Nicht mehr.

 


27.11.12 12:29


Glücklich

ich wünschte, ich könnte es hinnehmen. ich wünschte, ich würde nicht daran zweifeln. am glücklichsein. ich glaube, ich bin glücklich, nein, eigentlich ist es mir klar, dass ich es bin. aber die zweifel gehen nicht weg, sie bleiben und beißen sich an mir fest. und zerstreuen kann ich sie auch nicht. sie nagen an mir und es macht mich unglaublich traurig, weil ich weiß, dass ich mir dadurch sehr viel, zu viel kaputt machen kann und es bereits tue. ich bin kein heiler mensch und ich versuche immerzu, ständig, das was von mir geblieben ist, zusammen zu halten und alles, was da st, was in meinem dasein seinen platz sucht, zwefle ich an- aus selbstschutz. ob es nun richtig oder falsch ist, ich tue es. auf gedeih und verderb, ob ich will oder nicht. dadurch sabotiere ich mein leben selbst in solcher ausführlichkeit, dass ich manchmal fassungslos vor dem stehe, was ich da anrichte und angerichtet habe. es tut weh und ich will, dass es aufhört, dass ich das beende, aber ich weiß nicht, wie. wie stoppt man sich selbst? wie reisst man die wurzel eines übels aus, das man schon seit je her nicht anders kennt als einen ständigen, konstanten begleiter? ich weiß es nicht, ich weiß es einfach nicht. ich stehe mir selbst im weg, was das glücklichsein angeht. wie ich es ändern kann, ist ein rätsel, dass ich nicht lösen kann. denn selbst, wenn ich weiß, dass ch glücklich bin, heißt es nicht gleichzeitig, dass ich es akzeptiere. ob bewusst oder unbewusst- ich zweifle es an, beständig und ohne unterlass, bis es mich zermürbt und ich irgendwann einen punkt erreiche, an dem ich nicht mehr kann und das angezweifelte von mir weise. und unter diesen umständen kann ich nicht erwarten, jemanden glücklich machen zu können. ich habe nichts zu geben, was das gegenteil zeigen könnte. jemanden glücklich zu machen, bedeutet für mich, dass ich selbst zu einem gewissen grade zumindest glücklich sein kann. aber das ist etwas, dass ich nicht wirklich sein kann. ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mit dem gedanken aufgewachsen bin, dass meine existenz wertlos ist, solange nicht alles "gut genug" ist für andere, wodurch ich sowieso ständig mich selbst hinterffragt habe oder ob es daran liegt, dass ich ab einem gewissen punkt in meiner vergangenheit aufgehört habe, etwas als wirklich, als tatsächlich und wahr zu nehmen. ich glaube und glaube doch nichts. vielleicht liegt es auch an dem ständigen zwiespalt in mir zwischen innen und außen, zwischen dem einen teil und dem anderen von mir. ich denke, ich bin eigentlich glücklich und wenn ich darüber nachdenke, habe ich sogar allen grund dazu, doch irgendwo taucht auf dem weg ein fragezeichen auf und es wächst mit der zeit. vielleicht bin ich einfach zu kaputt, zu verworren und uneins mit mir, dass es mir unmöglich ist, etwas langfristig zu halten in meinem dasein.

das macht mich traurig. ich möchte das nicht.

18.9.12 16:20


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