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nie sein

Die Pfade ziehen lange Schatten. Mein Blick streift das Licht. Grün blitzt in meiner Sicht. Ich kann den Weg nicht sehen. Der Wind rauscht vorbei, streift mich dann und wann und meine Hand richtet sich ihm blind entgegen. Ich will es spüren, will es fühlen. Das, was nicht ist, nie sein wird.

Rot flattert wild vor meinen Augen auf. Es lodert und brennt. Und bleibt so still. Und kalt. Kein Funke springt über, keine Haut, die es versengt. Ich trete hinein, mache einen Schritt, dann den nächsten. Körper an Körper und keine Reaktion. Ich will es spüren, will es fühlen. Das, was nicht ist, nie sein wird.

Mein Traum zieht vorüber, ich kann mich nur an ihn klammern. Und bleibe immer zurück. Denn ein Traum ist stets ein Traum, keine Wirklichkeit. Mein Blick zieht sich zurück. Geblendet, verbrannt und doch nicht versengt. Ich wollte es spüren, wollte es fühlen. Das, was nicht ist, nie sein wird.

Meine Wege bleiben unberührt, ich ziehe treue Kreise um mich selbst. Und ab und an, wenn mein Wesen es wünscht, kehre ich zurück. An jene Orte, die ich nie vergesse, die mich begleiten, hierhin und dorthin. Jene Orte, die nicht sind, nie sein werden.

Ich wollte es spüren, wollte es fühlen. Und wissen...

18.4.12 22:30


26.1.12 13:29


Ein Lachen nur...

Verkrochen in der hintersten Ecke. Ihr Lachen klingt bitter. Dann bricht es ab und sie sitzt da. In Stille. Was füllt die Zeit, die bleibt? Der Blick wandert zögernd umher. Sie wagt nicht, sich zu bewegen. Nur der Atem geht in ihrer Brust. Langsam breitet sie ihre Hand auf dem Boden aus. Die Fingerspitzen gleiten auseinander, fort voneinander. Dann wieder zusammen und in einer Drehung hebt sie ihre Hand. Schwarz  liegt der Staub auf ihrer Haut. Sie versucht zu lächeln. Alles in ihr sehnt sich nach einem Lächeln. Doch nur ein Wimmern dringt zwischen ihren zusammen gepressten Lippen hervor. Ihre Hände wandern wieder zum Boden. Hektisch, Panisch. Sie graben. Krallen sich tiefer hinein. Nichts ist zu ergreifen. Der Staub wirbelt umher, legt sich nieder. Auf ihren Haaren, ihrer Kleidung. Sie schluchzt. Warm läuft es über ihre Wangen. Ihre schwarzen Hände wischen es ab. Es murmelt im Innersten. Sie weiß es. Ihr Mund reisst auf. Stumm schreit sie in sich hinein. Sie rollt sich zusammen. Fest, sich schützend in Umarmung haltend. Sie lacht. Sie weint. Was füllt die Zeit, die bleibt? Der Staub schwebt auf sie hinab, das Murmeln wird lauter. Ihre Augen schließen sich. Silbern glänzt das Meer vor ihren Augen. Sie schmeckt das Salz, das Murmeln wird zum Rauschen der Wellen. Der Wind kühlt und trocknet ihre Augen. Und allmählich löst sich der Staub aus ihren Haaren, von ihrem Körper. Ein Lächeln wäre schön. Sie blickt in die Weite, in die sie sich wünscht. Und öffnet die Augen. Stumm kriecht sie noch tiefer in die Ecke. Der Staub klebt an ihrem Leben. Sie weiß es. Und bleibt. Was füllt die Zeit?

(Dieser Text war mal wieder eine kurze Eingebung, die ich niederschreiben musste... Worum es geht, weiß ich selbst nicht so ganz genau, aber das macht im Grunde auch nichts, oder? ^^) 

23.1.12 20:46


zögernd verpasst

Ein Blick nur. Er ist vorbei. Ein Nachhallen. Eine Frage. War es das? Spricht man von Schicksal oder Bestimmung. Es ist gleichgültig. Und ist es doch nicht. Im Zögern lag Bedeutung. Man war versucht. Man lief Gefahr. Und letztlich blieb es etwas Mögliches, doch nicht Getanes. Die Tat war der Ausgang. Und man nahm ihn. Weil ein Wagnis einzugehen nicht jedem liegt. Letztlich  bleibt die Leerstelle für den Leser im Buch, für den Zuschauer im Film. Mit quälenden Theorien über das "Was-wäre-wenn?". Konjunktive ziehen sich dann durch die Gedanken, genauso wie Zweifel, wie Bedauern und Ernüchterung. Die Vergangenheit zerrt an den Nerven, am Verstand. Man ist bemüht, logisch zu denken, keinen falschen Schritt zu setzen. Und doch: Wieso hat man nicht genau dies getan? Logik ist für die Katz', wenn sie nicht auf andere Pfade führt, wenn sie keinen weiten Blick zulässt. Es war nur ein Blick. Ein Vorbeihuschen. Und ein Nachallen, in dem, was man als Hoffnung irgendwo in sich begraben hat. Schicksal. Bestimmung. Ideale. Ob es sie nun gibt, hängt im Grunde davon ab, ob man sich auf sie einlässt. Im Zögern lag Bedeutung, liegt immer Bedeutung.
22.1.12 20:01


Kein Ort

Es war stockfinster. Kein Stern. Nur der Mond versteckte sich hinter den rasenden Wolken am Himmel und blickte bleich durch den grauen Vorhang, der ihn und mich trennte. Der Boden glitzerte feucht unter den blass-gelben Lichtkegeln der Laternen und hin und wieder unterbrachen auch die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos die Schwärze. Ich ging denselben Weg, wie so oft. Bergab, erheitert durch einen wunderbaren Abend mit Freunden. Auch wenn ein wenig Wehmut immer und immer wieder nebenbei daher schleicht und mich an allem und jedem zweifeln lässt. Der Weg schlängelte sich zwischen den Wohnblocks durch, sodass ich einen guten Blick auf unglaublich viele Fenster und Leben hatte. Einige ruhten bereits, umgaben sich mit Dunkelheit und andere wachten und umgaben sich mit dem unruhigen Licht des Fernsehers, Computers oder was auch immer sie gerade um sich hatten. Keine Menschenseele war zu der Zeit und dem Wetter noch unterwegs. Regen, Sturm, Kälte. Ich zog meine Schultern etwas höher und ebenso meinen Schal, der mit jedem Zupfen ein Stückchen Wärme an meine Haut brachte. Der Wind pfiff mir um den Körper und zerzauste meine Haare, die unter meiner Mütze hervor lugten. Ich zog meine Mütze ein wenig tiefer, damit meine Ohren nicht kalt wurden. Der Weg wurde eben und weiter geradeaus führte er nach ein paar Hundert Metern zu einem warmen Haus und einem warmen, wohlig-weichen Bett. Meine Schritte wurden schneller. Ich war durchgefroren, müde- meine Bestimmung war es, gleich im Bett zu liegen und in eine Art Koma zu fallen, das bis zum nächsten Morgen, nein, zu diesem (etwas späteren) Morgen anhalten sollte. Kurz vor der Straße, die es noch zu überqueren galt, wurden meine Schritte langsamer. Dann stand ich an der Straße. Der Asphalt glitzerte gelblich-milchig und schwarze, filigrane Silhouetten tanzten auf der anderen Seite. Eine Windböe erfasste mich und zerrte wütend an mir. Ich stand da, blickte auf die Straße, blickte in Richtung meines Zuhauses, dann hinauf zum Himmel, wo sich unterschiedlichste Grautöne voneinander absetzten und in Fetzen dahin zogen. Ich schloss die Augen. Öffnete sie wieder und blickte die Straße hinab. Irgendwo dort hinten, nur ein paar zusätzliche Hundert Meter weiter begann die Förde. Nur ein paar hundert Meter. Ich blickte die Straße hinauf. Niemand war da. Ich war der einzigste Mensch. Niemand da. Außer mir. Mein Blick wanderte wieder in Richtung Zuhause. Im selben Moment drehte ich mich und ging einfach hinunter. Zum Wasser. Zum Meer. Ich verstand es selbst nicht. Es war ein Drang, der meine Müdigkeit, meinen Wunsch, mich wieder aufzuwärmen, überwältigte. Das Rauschen in den Bäumen, das Knacken und Knirschen begleitete mich. Unwetter. Ich ging schnell, doch spürte es kaum. Ich merkte nur, wie rasch ich den ganzen Weg hinter mich brachte. Der einzige Mensch in dieser Nacht. In der Kaserne neben dem alten Bunkergebäude brannte Licht im Fenster und ich sah sogar zwei Wachsoldaten am Eingang. Sie erschienen so fern und bemerkten mich nicht, als ich vorüber ging. Ich war ein Geist. Nicht mehr als der Wind, der vorüber strich. Keine Autos und keine Menschen mehr in Sicht, ich hörte das Wasser der Förde. Und dann war ich angelangt. Ich ging am Ufer entlang. Links von mir das Wasser, rechts von mir die Parkanlagen, umschlossen von riesigen, schwarzen langfingrigen Gestalten, die sich ächzend im Wind bewegten. Ich konnte nicht sehen, was sich hinter ihren Schatten verbarg, es war, als existierte dahinter nichts als das, was der menschliche Verstand sich ausmalen, aber nicht definitiv feststellen konnte. Nach einer Weile blieb ich stehen. Der Wind zog an meiner Kleidung und mein Mantel flatterte im Rhythmus der Böen, die mich erfassten. Ich hielt meine Mütze auf meinem Kopf, zog sie noch ein Stückchen weiter runter. Meine Hände wanderten zu meinem Schal, der kleine Öffnungen für den Wind bot und zogen ihn wieder zurecht, sodass meinen Hals nur noch Wärme umschloss. Mein Blick hing an der scwharzen Masse, die sich brausend dort unten bewegte. Es roch nach Salz und mit jeder Böe wurde der Geruch erneuert. Ich atmete tief ein. Die Lichter der anderen Uferseite schienen so fern und fremd, als wollte sie mich locken. Aber ich wollte mich gar nicht mehr von der Stelle rühren. Ich spürte den Sog in der Luft, als ab und an Autos an mir vorbei fuhren. Ihre Lichter warfen einen schwachen Schein auf die Steinreihe vor meinen Füßen, die mich von der schwarzen Wassermasse, welche nur ein kleines Stückchen unter der Kante wütete, trennte. Ich atmete tief ein und aus. als ich zur Seite blickte sah ich in der ferne zwei Schatten am Ufer entlang wandern. Fort von meinem Standort. Einsamkeit. Ich blickte wieder hinaus. Dorthin, wo keine Lichter mehr waren. Kein Gedanke hielt sich lange genug und mir war in dem einen Moment nach Weinen, woraufhin mir in dem anderen Moment nach Lachen zumute war. Ich sollte nach Hause. Nach Hause. "Nach Hause"? Zuhause? Wie befremdlich dieser Ausdruck erschien. Und jetzt gerade, in diesem Moment, dort am Wasser zu stehen. es erschien genauso befremdlich, dies zu tun, wie an ein "Zuhause" zu denken. Wieso? Ich stand da und mir ging nur ein "Wieso?", ein mit großen Augen fragendes "Wieso?" durch den Kopf. Dann drehte ich mich auf den Absatz um und ging langsam in Richtung meines "Zuhauses"- selbst, wenn es sich in dem Moment nicht als solches anfühlte. Sowieso fühlte sich nichts wirklich "richtig" oder "wahrhaftig" an. Irgendetwas war verkehrt, verquer. Nur was? Ich ging den ganzen Weg zurück. An der Haustür angelangt, ließ ich die geisterhaften Schatten und das Rauschen des Sturms und des Meeres weit hinter mir.

Zurück. Ich war zurück. Und doch nicht. Ich fühlte mich nicht so. Erklären konnte ich es nicht, vielleicht wollte ich es auch nicht. 

Als ich im Bett lag, dachte ich noch kurz darüber nach, ob ich nicht doch irgendwie einer Art Wahnsinn verfallen sei, aber es war mühselig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Also versuchte ich zu schlafen. Dann war ich weg.

 

12.1.12 18:39


Wassermoleküle

Die Augen sind geschlossen. Das Pochen wird lauter. Ich spüre es in meinen Adern. Blut strömt durch meinen Körper, sein Rauschen übertönt alles andere. Rhythmisch. Dem Takt meines Herzschlags entgegen. Ich halte meine Ohren zu und öffne die Augen.

Zuerst verschwommen, dann immer klarer werdend, durchstreift mein Blick die Dunkelheit. Ein immenses Bersten im Inneren. Dumpf, schmerzhaft. Vertraut, obgleich nie erfahren. Es ist, als finge sich das Licht in den kleinen Wassermolekülen, als könnte ich sie tatsächlich mit bloßem Auge erkennen. Der Druck lässt nach. Meine Hände sind wieder frei. Stille. Dröhnende, überbordende Stille. Es trommelt unter meiner Haut.

Wie wenig es mich kümmert.

Schwerelos schweben Haarsträhnen vor meinem Gesicht, bewegen sich mühelos, leicht, ohne Last. Genauso wie mein Körper. Der Druck liegt auf meinem Körper, doch er hält ihn in der Schwebe, ohne dass es mich Kraft kostet. Ich weiß, ich sinke. Ich sinke tief. Das Licht des Tages entfernt sich, immer weniger Moleküle tragen es, transportieren es. Und irgendwann würde es einfach nicht mehr existieren. Wärme breitet sich aus. Als würde mein Innerstes aufglühen. Die Hitze trägt sich bis in die Spitzen fort. Rot kocht es auf und es ist, als wollte es hinaus aus mir, hinaus, weit fort. Mit immenser Wucht schlägt das Leben gegen die Haut, strebt nach oben.

Mein Blick hängt an diesen Lichtflecken dort oben. Flackernd und doch ebenmässig. Ein Lächeln spielt um meine Lippen. Langsam, gemächlich bewegen sich meine Arme, meine Beine und ich spüre die Kraft, die in jedem Muskel, in jeder Faser meines Körpers steckt. Dem Zug nach unten entgegen. Immerzu. Immer mehr Wasserteilchen um mich herum tragen das Licht und die Oberfläche rückt näher mit jeder Bewegung. Die Luft wird knapp, mein Brustkorb ächzt nach Sauerstoff, der Drang, Luft zu holen wird immer stärker. Ich kämpfe gegen an. Nur noch ein wenig. Nur ein wenig. Ein klein bisschen mehr. Das Rauschen nimmt selbst meine Sicht gefangen. Der Schmerz wird übermächtig. Dann durchbreche ich die Oberfläche, durchbreche die Lichtflecken.

Die Augen sind geschlossen. Der Atem geht rasch, hektisch, gierig. Wie ein Schwamm saugen sich meine Lungen voll mit Sauerstoff. Mein Herzschlag beruhigt sich unter meinen Fingerspitzen. Mein Blut kühlt ab. Mein Körper treibt auf der Oberfläche.

Und ich öffne die Augen. Klares, weites Blau. Kühle zieht über meine Haut. Salzgeschmack liegt auf meinen Lippen. Ich atme ein, atme aus. Ruhiger, immer ruhiger werdend. Und warte ab. Mit einem großen Zug nehme ich so viel Luft wie mir möglich ist auf. Ich höre noch ein Platschen, als meine Füße als Letztes die Oberfläche aufwühlen, durchbrechen und schließlich verlassen.

Dieses Mal wage ich es mit offenen Augen. Der Schwärze entgegen, immer tiefer. Der Takt wird schneller und mein Innerstes bäumt sich abermals auf. Mein Körper gleitet dahin mit kraftvollen Bewegungen. Meine Haare wirbeln mir ums Gesicht, als ich mich drehe und Halt mache.

Mein Blick wandert nach oben, wandert um mich herum. Wandert in mich. Meine Gedanken schweben umher, als wären sie in demselben Medium wie ich. Als würden sie auf den Wassermolekülen reisen, genauso wie das Licht.

Ich schließe die Augen. Horche. Vernehme. Lächle.

Und bin.

Die Augen sind geschlossen. Das Pochen wird lauter. Ich spüre es in meinen Adern----

13.12.11 21:42


Sky Dancing - L.

Ich hörte dich nicht, als du sprachst. Nur ein Säuseln, nur ein Hauch, der durch meine Haare strich. Das Blau war verschollen in uns. Keiner wusste, wohin, wir waren einfach da. "Hier" und "Jetzt". Die Weite schwebte so unglaublich fern und als der Himmel an deiner Seite sang, war es nichts, dass dich hielt. Du umfingst mich. Und wir schwangen uns hoch, hoch hinaus in die Wolken. Dunst und Schleier klangen uns nach. Es war der Moment. Der Augenblick, indem Augen die Welt erblicken.

Ich vergaß. Ich vergaß dich. Ich vergaß dich mitzunehmen. Ohne, dass ich es wahrnahm. Wie ein Traum, der nach dem Aufwachen verblasst.

Dann fiel ich. So tief, zu tief. Es schmerzte. Ich konnte nicht. Ich wollte nur. Nur ein Traum. Stille. Ich hörte Stille, als du sprachst...

12.12.11 17:26


Umarmungen

Die Wärme der Umarmung einer Mutter. Ich verstehe sie nicht. Nicht damals und nicht einmal heute, wo ich im Grunde ein Stückchen klüger, ein Stückchen "weiser" sein sollte durch die Jahre der Erfahrungen und ähnlichem.

Wie sollte diese Umarmung sein? Diese Wärme? Wie sollte sie sich anfühlen? Wie ein Zuhause, in das ich zurückkehren kann? Wie etwas Hoffnungsvolles, etwas, das Trost und Zuversicht schenkt? Etwas, dass sich "richtig" anfühlt und einem ein Stückchen Liebe schenkt? Oder einem das Gefühl gibt, wertvoll zu sein, gut zu sein, sodass alles andere endlich hinter einem liegen kann?

Sie umarmte mich. Lange und ausgiebig. Ich stand nur da. Es war seltsam fremd. Ich spürte die Wärme, die Zuneigung, aber ich konnte sie nicht erwidern. Und da kam ich mir selbst auch fremd und eigenartig vor, weil ich wie von unsichtbaren Fäden gezogen die Hand hob und sie auf ihren Rücken legte. Doch kein Gefühl, nichts. Nur Leere. Wie sehr man vor sich selbst erschrecken kann. Merkwürdig, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht, etwas, dass man sich häufig gewünscht hatte von klein auf und dann, wenn es passiert, im Grunde nichts in einem selbst passiert. Keine Veränderung, keine Erleichterung, keine Erlösung. Nichts. Absolut ncihts. Ich bewegte mich, ich erwiderte die Umarmung, oberflächlich- weil man so etwas erwidert und weil ich sie nicht grob zurückweisen wollte. Ein taktvolles Verhalten. mehr nicht. 

Noch eine Umarmung. Seltsam, wenn man sich die Frage stellt, ob etwas nicht stimmt, wenn sie mich umarmt. Ob sie irgendwelche Hintergedanken oder ähnliches hat, obwohl einem doch eigentlich klar ist, dass es nicht so sein muss, dass sie auch nicht unbedingt so hinterhältig ist. Aber diese Gedanken kamen und gingen nicht. Wieder diese Wärme, die mir so fremd ist. Wieder solche Zuneigungsbekundungen, die ich nicht mehr verstehe. Ihre Worte klingen nach. Wir würden viel zu wenig umarmen in der Familie, wir hätten es auch früher zu wenig getan. "Aha...Ist das so..."- der einzige Gedanke in meinem Kopf. Ich hätte nie etwas gesagt.

"Ich hätte nie etwas gesagt." Mir schossen die Tränen in die Augen, weil mit einem Mal solch tiefe Verzweiflung in mir aufkam. Ich konnte nicht dagegen an, es überrollte mich wie eine Welle. Diese naiven Gefühle, die sich seit meiner Kindheit angestaut hatten. Ich will sie nicht mehr. Ich vergrub sie so tief es ging, weil ich sie auch nicht mehr verstehen wollte.

Eltern. Familie. Hier ist es im Grunde eine Verpflichtung gewesen, seit je her. Es war Oberflächlichkeit, Heuchelei. Ein Leben mit Masken. Gefühle, Zuneigungsbekundungen konnten gegen einen verwendet werden, selbst wenn sie nie als "schlecht" begonnen hatten. Trotzdem empfinde ich Zuneigung, verantwortungsvolle Zuneigung für jene, meine Eltern.

"Ich hätte nie etwas gesagt." So nimmt sie es also wahr. Das war ein Seitenhieb in Perfektion. Wie immer sie es schaffen, ob alleine oder zusammen, ob es nun bewusst oder unbewusst geschieht, sie schaffen es immer, einem klar zu machen, dass man schuldig ist... - Bösartige Nachgedanken, die mich selbst traurig machen, weil sie falsch sind und man doch selbst zum einen nicht so denkt und dann doch wiederum irgendwie.

Und vielleicht bin ich gerade dadurch schuldig, weil ich die ehrliche Zuneigung meiner Mutter, eines meiner Elternteile, nicht erwidern, nicht verstehen und nicht annehmen kann.

Ich kann lieben, Zuneigung empfinden, warum bin ich hier "kalt"?

 

11.12.11 17:33


Scrubs - Das Ende einer phänomenalen Serie :)

Scrubs- Ich liebe diese Serie genauso wie "Friends", allerdings finde ich das Ende der 8 Staffel von "Scrubs" wirklich gelungen ("Friends" hätte ruhig ewig weiter gehen können :D) .

Und jedes Mal, wenn ich es sehe, denke ich, dass es genau so perfekt ist, wie es gemacht wurde.

(Gut, wenn man davon absieht, dass es eine 9 Staffel gibt, die mich wirklich enttäuscht hat... Zumal J.D. viel zu wenig auftaucht und all die neuen Charaktere nicht den Charme von "Scrubs" hergeben).

Also, hier einfach mal das Ende einer meiner Lieblingsserien.... die meiner Meinung nach zu den skurrilsten und lustigsten Serien gehörte, die es geben kann....

Übrigens... Hooch ist verrückt! XD 

22.11.11 18:50


16.11.11 17:49


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