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Umarmungen

Die Wärme der Umarmung einer Mutter. Ich verstehe sie nicht. Nicht damals und nicht einmal heute, wo ich im Grunde ein Stückchen klüger, ein Stückchen "weiser" sein sollte durch die Jahre der Erfahrungen und ähnlichem.

Wie sollte diese Umarmung sein? Diese Wärme? Wie sollte sie sich anfühlen? Wie ein Zuhause, in das ich zurückkehren kann? Wie etwas Hoffnungsvolles, etwas, das Trost und Zuversicht schenkt? Etwas, dass sich "richtig" anfühlt und einem ein Stückchen Liebe schenkt? Oder einem das Gefühl gibt, wertvoll zu sein, gut zu sein, sodass alles andere endlich hinter einem liegen kann?

Sie umarmte mich. Lange und ausgiebig. Ich stand nur da. Es war seltsam fremd. Ich spürte die Wärme, die Zuneigung, aber ich konnte sie nicht erwidern. Und da kam ich mir selbst auch fremd und eigenartig vor, weil ich wie von unsichtbaren Fäden gezogen die Hand hob und sie auf ihren Rücken legte. Doch kein Gefühl, nichts. Nur Leere. Wie sehr man vor sich selbst erschrecken kann. Merkwürdig, wenn etwas Unvorhergesehenes geschieht, etwas, dass man sich häufig gewünscht hatte von klein auf und dann, wenn es passiert, im Grunde nichts in einem selbst passiert. Keine Veränderung, keine Erleichterung, keine Erlösung. Nichts. Absolut ncihts. Ich bewegte mich, ich erwiderte die Umarmung, oberflächlich- weil man so etwas erwidert und weil ich sie nicht grob zurückweisen wollte. Ein taktvolles Verhalten. mehr nicht. 

Noch eine Umarmung. Seltsam, wenn man sich die Frage stellt, ob etwas nicht stimmt, wenn sie mich umarmt. Ob sie irgendwelche Hintergedanken oder ähnliches hat, obwohl einem doch eigentlich klar ist, dass es nicht so sein muss, dass sie auch nicht unbedingt so hinterhältig ist. Aber diese Gedanken kamen und gingen nicht. Wieder diese Wärme, die mir so fremd ist. Wieder solche Zuneigungsbekundungen, die ich nicht mehr verstehe. Ihre Worte klingen nach. Wir würden viel zu wenig umarmen in der Familie, wir hätten es auch früher zu wenig getan. "Aha...Ist das so..."- der einzige Gedanke in meinem Kopf. Ich hätte nie etwas gesagt.

"Ich hätte nie etwas gesagt." Mir schossen die Tränen in die Augen, weil mit einem Mal solch tiefe Verzweiflung in mir aufkam. Ich konnte nicht dagegen an, es überrollte mich wie eine Welle. Diese naiven Gefühle, die sich seit meiner Kindheit angestaut hatten. Ich will sie nicht mehr. Ich vergrub sie so tief es ging, weil ich sie auch nicht mehr verstehen wollte.

Eltern. Familie. Hier ist es im Grunde eine Verpflichtung gewesen, seit je her. Es war Oberflächlichkeit, Heuchelei. Ein Leben mit Masken. Gefühle, Zuneigungsbekundungen konnten gegen einen verwendet werden, selbst wenn sie nie als "schlecht" begonnen hatten. Trotzdem empfinde ich Zuneigung, verantwortungsvolle Zuneigung für jene, meine Eltern.

"Ich hätte nie etwas gesagt." So nimmt sie es also wahr. Das war ein Seitenhieb in Perfektion. Wie immer sie es schaffen, ob alleine oder zusammen, ob es nun bewusst oder unbewusst geschieht, sie schaffen es immer, einem klar zu machen, dass man schuldig ist... - Bösartige Nachgedanken, die mich selbst traurig machen, weil sie falsch sind und man doch selbst zum einen nicht so denkt und dann doch wiederum irgendwie.

Und vielleicht bin ich gerade dadurch schuldig, weil ich die ehrliche Zuneigung meiner Mutter, eines meiner Elternteile, nicht erwidern, nicht verstehen und nicht annehmen kann.

Ich kann lieben, Zuneigung empfinden, warum bin ich hier "kalt"?

 

11.12.11 17:33
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (12.12.11 06:15)
hej
was man fuehlt, wenn man von seiner mutter umarmt wird?
je aelter man wird, desto ein groesseres unabhaengigkeitsgefuehl von den eltern entwickelt man, denke ich. in einem gewissen alter ist eine umarmung irgendwie peinlich, spaeter vielleicht laestig und noch spaeter dann fuehlt sie sich angemessen, liebevoll an.

aber nichts destotrotz baut sich ein menschliches leben ja wie eine verkehrte pyramiede aus gefuehlen, erlebnissen, erfahrungen und gelerntem auf. eines auf dem anderen.
und da ist die umarmung einer mutter oft eine der allerersten erfahrungen.
eine umarmung der mutter: die ureigenste vertrautheit.

vielleicht hat sich diese erfahrung irgendwann entfremdet... weil es sie dann einfach nicht mehr geb, als es sie noch geben sollte.
schade, dann, vielleicht.
aber das ist halt so...
die vergangenheit kann man nicht aendern [schlau, hm? (;] - ein fluch und ein segen (=


Andreas / Website (12.12.11 06:36)
Du bist nicht schuldig, du empfindest genau wie ich. Ich mag es überhaupt nicht wenn meine Mutter mich umarmt, und sie meint es wirklich ehrlich. Eine Zeitlang konnte ich es nicht mal sehr gut ertragen von ihr berührt zu werden. Bei mir liegt es wohl daran dass sie garnicht weiß wer ich wirklich bin, was ich denke und wie ich zu meiner Vergangenheit stehe. Sie liebt nicht mich, sondern bloß das was sie in mir sieht. Und ich hätte mir immer gewünscht dass es anders wäre. Du bist kalt aus Selbstschutz, genau wie ich, glaube ich. Sei nicht so traurig deswegen, es mag sich irgendwann ändern, vielleicht. Liebe Grüße!

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