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Wassermoleküle

Die Augen sind geschlossen. Das Pochen wird lauter. Ich spüre es in meinen Adern. Blut strömt durch meinen Körper, sein Rauschen übertönt alles andere. Rhythmisch. Dem Takt meines Herzschlags entgegen. Ich halte meine Ohren zu und öffne die Augen.

Zuerst verschwommen, dann immer klarer werdend, durchstreift mein Blick die Dunkelheit. Ein immenses Bersten im Inneren. Dumpf, schmerzhaft. Vertraut, obgleich nie erfahren. Es ist, als finge sich das Licht in den kleinen Wassermolekülen, als könnte ich sie tatsächlich mit bloßem Auge erkennen. Der Druck lässt nach. Meine Hände sind wieder frei. Stille. Dröhnende, überbordende Stille. Es trommelt unter meiner Haut.

Wie wenig es mich kümmert.

Schwerelos schweben Haarsträhnen vor meinem Gesicht, bewegen sich mühelos, leicht, ohne Last. Genauso wie mein Körper. Der Druck liegt auf meinem Körper, doch er hält ihn in der Schwebe, ohne dass es mich Kraft kostet. Ich weiß, ich sinke. Ich sinke tief. Das Licht des Tages entfernt sich, immer weniger Moleküle tragen es, transportieren es. Und irgendwann würde es einfach nicht mehr existieren. Wärme breitet sich aus. Als würde mein Innerstes aufglühen. Die Hitze trägt sich bis in die Spitzen fort. Rot kocht es auf und es ist, als wollte es hinaus aus mir, hinaus, weit fort. Mit immenser Wucht schlägt das Leben gegen die Haut, strebt nach oben.

Mein Blick hängt an diesen Lichtflecken dort oben. Flackernd und doch ebenmässig. Ein Lächeln spielt um meine Lippen. Langsam, gemächlich bewegen sich meine Arme, meine Beine und ich spüre die Kraft, die in jedem Muskel, in jeder Faser meines Körpers steckt. Dem Zug nach unten entgegen. Immerzu. Immer mehr Wasserteilchen um mich herum tragen das Licht und die Oberfläche rückt näher mit jeder Bewegung. Die Luft wird knapp, mein Brustkorb ächzt nach Sauerstoff, der Drang, Luft zu holen wird immer stärker. Ich kämpfe gegen an. Nur noch ein wenig. Nur ein wenig. Ein klein bisschen mehr. Das Rauschen nimmt selbst meine Sicht gefangen. Der Schmerz wird übermächtig. Dann durchbreche ich die Oberfläche, durchbreche die Lichtflecken.

Die Augen sind geschlossen. Der Atem geht rasch, hektisch, gierig. Wie ein Schwamm saugen sich meine Lungen voll mit Sauerstoff. Mein Herzschlag beruhigt sich unter meinen Fingerspitzen. Mein Blut kühlt ab. Mein Körper treibt auf der Oberfläche.

Und ich öffne die Augen. Klares, weites Blau. Kühle zieht über meine Haut. Salzgeschmack liegt auf meinen Lippen. Ich atme ein, atme aus. Ruhiger, immer ruhiger werdend. Und warte ab. Mit einem großen Zug nehme ich so viel Luft wie mir möglich ist auf. Ich höre noch ein Platschen, als meine Füße als Letztes die Oberfläche aufwühlen, durchbrechen und schließlich verlassen.

Dieses Mal wage ich es mit offenen Augen. Der Schwärze entgegen, immer tiefer. Der Takt wird schneller und mein Innerstes bäumt sich abermals auf. Mein Körper gleitet dahin mit kraftvollen Bewegungen. Meine Haare wirbeln mir ums Gesicht, als ich mich drehe und Halt mache.

Mein Blick wandert nach oben, wandert um mich herum. Wandert in mich. Meine Gedanken schweben umher, als wären sie in demselben Medium wie ich. Als würden sie auf den Wassermolekülen reisen, genauso wie das Licht.

Ich schließe die Augen. Horche. Vernehme. Lächle.

Und bin.

Die Augen sind geschlossen. Das Pochen wird lauter. Ich spüre es in meinen Adern----

13.12.11 21:42
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


flo / Website (14.12.11 10:23)
hejho h.!

das liest sich so vertraut, als haettest du sowas in der art schon ´mal geschrieben, diesen sommer (=
schoen, das zu lesen.
stimmungsvoll...
und mir ist eh gerade heiss.

einarmige gruesse

flo


ich (14.12.11 16:37)
Ja, kam mir auch leicht bekannt vor, habe glaube ich schon mal nen ähnlichen Text verfasst, war aber etwas negativer... der hier sollte einfach nur den Lebenswillen zeigen Außerdem mag ich die Vorstellung, unter Wasser zu sein und zu spielen.... *g*

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