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Mehr, Mehr, Mehr!!!!

Eiskalt prallte mir der Regen ins Gesicht. Ich betrachtete diesen Ort. Er war so öde, so still und leblos, farblos. Kühl zog der Wind durch meine Kleidung, erfasste meine Haare und wehte sie wild vor meinem Gesicht umher. Mein Blick war umschlossen von ihnen. Und ich hob den Kopf, blickte in den regenschweren Himmel. Durch ein paar Lücken zwischen meinen Haaren konnte ich blau sehen, grau und weiß. Und Bewegung, viel Bewegung. Meine Haare wurden nasser, aber das machte nichts. feuchte Kühle stieg an meiner Haut herauf und auch dies machte mir nichts aus. Ich wollte nur kurz verharren, nur kurz etwas von dem fühlen, was ich schon seit langem wieder fühlen wollte. Leben. Ich dachte daran, wie wenig ich erlebe, wie viel mehr es gibt. Mehr. Mehr. Mehr. Ein Wort mit so viel Gewicht in Sinn und Bedeutung. Mehr. Mehr. Mehr. Ein Echo, das widerhallt, sich aus sich selbst schöpft und mein Herz in die Ferne ausbreitet. Ich mochte das Gefühl, wie mir Wassertropfen das Gesicht herunter liefen. Leben. Mehr. Mehr. Mehr. Ich senkte meinen Kopf und sah mich um. Mein Alltag. Mein Dasein. Jetzt. Ich ging wieder an meine Arbeit. Die Feuchtigkeit verdunstete mit der Zeit und auf meiner Haut blieb kein Regen, kein Wind, nichts. Schweiß und Dreck von der Arbeit. Aber seit diesem Moment, nein, im Grunde seit ich im Trott fest hänge, schwillt etwas in mir. "Mehr". Ich will "mehr". Unglaublich viel mehr. Der Alltag bedeutet vor allem "Geld verdienen um Leben zu können". Aber Leben bedeutet für mich persönlich, alles zu spüren, nicht nur die harte Arbeit oder den Haushalt in meiner Wohnung oder ab und an Bekannte zu treffen. Es ist mehr. Ich will mehr. Mehr. Mehr. Mehr. Ich will wieder einfach grundlos durch die Wohnung tanzen. Ich will mehr. Nachts die ganze Stadt durchforsten und in ihrer verlassenen Dunkelheit meinen Gedanken nach hängen. Ich will mehr. Viele Orte sehen und erleben. Ich will mehr. Ausleben, was ich zurückhalte. Ich will mehr. Mehr als das, was jetzt ist. Und wenn ich mutig und töricht wäre, würde ich vieles anders machen. Wenn ich mutig und töricht wäre, würde ich vermutlich meine sieben Sachen packen und einfach losziehen.Ohne an Geld zu denken. Irgendwohin. Hauptsache fort, weit fort ins Nirgendwo. Mehr. Ich will mehr. Ich verpasse zu viel. Heute, als ich so auf dem Hof meines Arbeitsplatzes stand, in meinen Arbeitsklamotten mit dreckigen Händen und zerschrammten Armen und dem Regen über mir, wurde es mir einmal mehr bewusst. Leben will ich, mehr als alles andere. Ich hätte es am liebsten wie die Figuren aus so vielen Filmen gemacht. Der Moment, wenn sie die große Erkenntnis einholt, sie alles von sich werfen, ein Impuls in ihnen erwacht und sie einfach loslaufen. Loslaufen, als ginge es um ihr Leben.

Es geht ums Leben. 

Das ist mir wieder einmal schmerzlich bewusst geworden. Ich tue nicht das, was mir wirklich viel bedeutet, was ich will. Ich freue mich auch nicht mehr so sehr von Herzen und die Verbitterung nagt an mir. Ich werde anders, zu einem müderen, erschöpfteren Geschöpf. Aber heute habe ich mir wieder zeigen können, dass es nicht so einfach ist, aufzugeben, was einen antreibt. Und mich trieb stets Durst an. Unglaublicher Durst nach Leben, nach Sehnsucht, nach Ferne, nach Magie, nach Wundern. Nach Mehr.

Ich werde versuchen, wieder mehr von dem zu tun, was mir gefällt, ohne in Nichtigkeit zu versinken. Ich unternehme zu wenig mit Freunden- mehr davon. Ich bin zu wenig unterwegs und seien es noch so kleine Spaziergänge- mehr davon. Ich male und schreibe zu wenig- mehr davon. Ich reise zu wenig- nach Möglichkeit auch mehr davon. Viel mehr von allem!!!

 

16.1.14 21:09
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (17.1.14 08:13)
Ich finde mich in vielem was du schreibst wieder, als denjenigen der ich früher war. Einfach durch die Wohnung tanzen, nachts durch die Straßen laufen und mir Geschichten erträumen, die Magie hinter den Dingen zu suchen, das, was über die Oberfläche hinausgeht. Ich war lange Zeit so, bis vor wenigen Jahren. Irgendwann wollte ich nicht mehr so sein, weil es bei mir, anders als bei dir, mehr mit meiner Krankheit zu tun hatte. Ich nahm Tabletten und wurde anders. Deine Sehnsucht ist gesund und schön; ich wünsche mir dass du daran festhalten kannst. Liebe Grüße!


flo (27.1.14 08:58)
machs, baby!
yolo!
und verlier das wesentliche nicht aus den augen. (;

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