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Vergnügen

Ich habe früher immer darüber nachgedacht, wie wenig ich mein Leben ein Leben nennen kann.... ich war immer einfach nur da... und im Grunde, so dachte ich, wäre es vollkommen irrelevant, ob ich nun existiere oder nicht... Ich habe es gehasst, nur da zu sein, ohne wirklich zu leben, obwohl ich nicht mal eine Ahnung davon hatte und bis jetzt im Grunde immer noch nicht habe, was ich mir unter einem "richtigen" Leben für mich vorstellen soll. Aber ich denke, wenn ich mir darüber Gedanken mache, was mir an meinem Dasein gefällt und was ich mir für mein künftiges Dasein vorstelle, so komme ich meiner persönlichen Defintion eines Lebens näher, selbst wenn ich es noch nicht in Worte fassen kann. Ich darf dabei natürlich nicht nur von den positiven Aspekten ausgehen, denn diese sind nicht alleine dafür verantwortlich, wer ich war, wer ich bin und wer ich sein werde... Auch das, was schlecht oder negativ für mich war, ist und sein wird, spielt eine große Rolle. All das formt mich. Ängste, Freuden, Erwartungen, Entäuschungen... und vieles mehr, macht mein Dasein zu etwas, das ich nicht aufgeben kann und auch nicht aufgeben will.  Ich will leben, selbst wenn mich vieles nieder drückt, vieles immer wieder kaputt macht - Ich bin stur.

Und so komme ich zu einem Punkt, der mir immer wieder hilft, mein "Leben" zumindest vage zu erkennen. Für manche mag es naiv, dumm, sinnlos oder dergleichen sein, aber ich empfinde genau dies als wichtig für mich, für ein, nein, mein Leben. 

Ich muss nur darüber nachdenken, was mir in meinem Dasein Vergnügen bereitet. Darauf gebracht hat mich eine Arbeitsgruppe in der Schule, in der ich einen Text bzw. ein Gedicht von Bertholt Brecht vorgelegt bekam. Er /Es hieß ganz simpel "Vergnügen" und zählte ganz einfach das auf ,was Brecht Vergnügen bereitete.

Als ich unter dem selben Aspekt aufschrieb ,was mir Vergnügen bereitete, fühlte ich mich zum ersten Mal ein Stückchen am Leben. Ich war nicht nur da, ich lebte, weil es Dinge gab, die mich in meiner Wahrnehmung beeinflussten, weil ich Teil dieser Dinge und sie ebenso Teil von mir waren. Ich war nicht nur einfach da, ich liebte Dinge, auch wenn sie noch so einfach und nichtssagend waren in den Augen anderer. Ich nahm Teil, aktiv, weil ich wahrnahm, weil ich etwas hatte. Es ist schwer, das zu erklären, dieses Gefühl, aber es ist da und ich muss es einfach so weit ausdrücken, wie ich jetzt gerade in der Lage bin.

Zum Schluss werde ich einfach ein paar Dinge, die für mich Vergnügen bedeuten, aufschreiben...

Vergnügen

Der Blick in den bewölkten Himmel

Sturm

Wind im Haar

Der Duft von Kaffee

frische Farbe auf der Haut verstreichen

Rauschen des Windes in Bäumen

Geheimnisse

alte Schätze finden

Probleme/ Rätsel

Gewitter

kaltes Wetter

Der Blick in die Baumkronen

mit der Hand in Tempura rühren

Wasserschlachten

über Märkte schlendern

Gassen ,aus denen Musik dringt

lange Flure im Sonnenlicht

sich in eine Decke einrollen

auf einem warmen, sonnigen Fleckchen Boden zusammenrollen und schlafen

viele Worte für einen Ausdruck finden

schwarzer Humor

träumen

der Geruch von frisch gewaschenen Haaren

unter der Dusche stehen

fasziniert sein

Mini-Szenarien für alle möglichen Situationen im Kopf zusammen reimen

Zweideutigkeiten

etwas entdecken

Verlorengeglaubtes wieder finden

jemandem eine Freude machen

jemandem helfen

Albernheiten

Haarsträhnen unter meiner Nase zusammen binden und so einen Schnurrbart antäuschen

jede Faser des Körpers spüren können

vor sich hin summen

beim Abwaschen/Arbeiten tanzen

gute Geschichten hören und lesen

gute Filme

Musik, die Bilder in meinen Kopf bringt

Verwirrung stiften

mit Farbe herum schmieren

nach Geschenken für andere stöbern

der Geruch von Bücherläden

Labyrinthe, enge Gassen 

Entdeckungstouren

Nachrichten von Freunden

Wolken

Schatten und Licht im Zusammenspiel

"Magie" entdecken

alphabetische Einordnungen u.ä. selber erstellen

Neues ausprobieren

Sortieren von unbestimmten Dingen

alte Städte, alte Bauten usw.

....

Ich könnte ewig so weiter schreiben, aber ich denke, das genügt, um wenigstens ein bisschen zeigen zu können - so hoffe ich- , was ich mit "Leben" meine.

Für mich ist das alles wesentlich und ich bin für diese Dinge ebenso wesentlich, denn wenn ich nicht da wäre, um sie zu bemerken oder wahrzunehmen, wie könnten sie dann so existieren, wie könnte man bzw. ich sie so jemals als "schön" , als "wundervoll" oder gar als "Vergnügen" bezeichnen...?

 

 

19.7.10 20:34
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (21.7.10 13:46)
Hallo Du, dieser Eintrag zeigt ganz deutlich wie sehr du am Leben bist, finde ich. Es ist unheimlich schön zu lesen was dir Vergnügen bereitet (und erstaunlich dass gerade Brecht, den ich nicht leiden kann, hier mal was Gutes bewirkt hat). Liebe Grüße!


ich (21.7.10 14:17)
Ich mag Brecht auch nicht besonders... Ich kannmit seinen Werken nicht sonderlich viel anfangen, sie sprechen mich einfach nicht an, aber als ich dieses Gedicht las... Da fing ich an zu lächeln, weil ich eben die Kleinigkeiten erkannte, aus denen sich ein großer Begriff zusammensetzen kann...


Ophelia / Website (22.7.10 11:34)
Verlier die Dinge nicht aus den Augen, die dir Vergnügen bereiten. Versuch, ihnen so oft wie nur möglich zu begegnen, vielleicht spürst du dann deinen Körper und deine Seele mehr im Einklang.
Alles Gute wünsche ich dir.


ich (22.7.10 13:36)
@Ophelia
Danke, ich werde es versuchen

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