Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

    restofmylife
   
    zauberschloss

   
    isiza

   
    naschhexe

   
    seelentinte

   
    noniko

    - mehr Freunde

   10.02.14 07:32
    Nichts kann dich zurückh
   11.03.14 21:43
    kennst du den film 'clou
   1.03.15 21:53
    hallo du! wie geht es d
   22.03.15 17:01
       2.09.17 16:08
   
Bfhuwe fwbihfwei wbfeihf
   2.09.17 16:21
    Uhwefwi ufhweifhw wnfjwe

https://myblog.de/illia

Gratis bloggen bei
myblog.de





Schlaflos

Die Dunkelheit hüllte sie ein, umschlang sie. Andächtig lag sie da, die Augen geschlossen. Von draußen drang leise und gedämpft der Lärm der Stadt. Die Geräusche mischten sich zu einem seichten, gleichmäßigen Rauschen. An und an raschelte der Wind in den Sträuchern und Bäumen im Garten. Es war ein Flüstern, ein sanftes Säuseln, das sie nicht verstand.

Sie kuschelte sich weiter in ihre warme Decke hinein. Sie hörte ihren Atem, gleichmäßig, friedlich. Ihre Lider öffneten sich und sie blickte in tiefste Finsternis. Alles, was von ihrem Zimmer, von dem Bett, auf dem sie lag und der Wand, gegen die sie starrte, eigentlich da sein müsste, wurde verschluckt von der Nacht. Selbst sie war von ihr umgeben, ward von ihr verschlungen.

Sie hob ihre Hand unter der Decke hervor und hielt sie sich vors Gesicht. Ihre Augen gewöhnten sich nur langsam an die Dunkelheit und so konnte sie nur einen schwarzen Schemen erkennen, der sich vor ihr bewegte. Es faszinierte sie.

Ihre Hand wurde zu einem unheimlichen Monster, das vor ihr umhertanzte, hüpfte. Sie drehte sich um und beobachtet ihr Zimmer.

Das sonst harmlose Bücherregal war zu einem Tor geworden, durch das man, wenn man es betrat, in tiefstes Nichts stürzte. Ihr Stuhl, zusammen mit dem Schreibtisch wurde zu einem riesigen Ungetüm, das da lag und wartete, einfach abwartete, bis sich etwas bewegte und sobald dies der Fall war, würde sich das Monstrum auf dieses unglückselige Wesen stürzen und es in Stücke reißen. Die Bilder an der Wand waren nun Fenster zu vielen verschiedenen Orten, sie waren allesamt verschwommen, undeutlich und schienen sich immerzu in Bewegung zu befinden.

Sie rutschte ein kleines Stück zurück, näher an die Wand. Sie gab ihr eine gewisse Sicherheit. Der Rest des Zimmers war verschwunden in der Dunkelheit. Sie wagte nicht, sich noch weiter umzusehen.

Es war so, als könnte jede Sekunde eine kreideweiße Fratze aus dem Schatten hervorkommen, blitzschnell und sie mit Haut und Haaren auffressen. Die spitzen Klauen dieser Bestie würden sich in ihre Haut bohren, ihr das Fleisch von den Knochen fetzen und sich an ihrem Schmerz ergötzen und niemand würde sie hören, weil die Finsternis alles verschluckt. Die Schreie, wie auch die Geräusche von brechenden Knochen, von reißendenFasern und Wimmern, wenn sie elendig dahin schied. Sie konnte sich nicht bewegen, ihr Herz wummerte in ihrer Brust. Sie redete sich in Gedanken ein, dass sie keine Angst zu haben brauchte, dass es solche Dinge, wie MOnster und Ungeheuer nicht gab, dass sie nur der Phantasie entsprangen, aber ihr Verstand war von Furcht so sehr zusammengeschrumpft und hatte sich in der hintersten Ecke ihres Kopfes fest zusammengerollt, dass er ihr auch keine Hilfe sein konnte. Die Schwärze in ihrem Zimmer flimmerte leicht. Die Schatten bewegten sich, schwebten umher, Seelenfänger auf der Suche nach neuen Opfern, auf der Suche nach ihr. Sie wagte kaum zu atmen. Was war das da vor ihr auf dem Bett? Bewegte sich der Schatten? er bewegte sich auf sie zu, oder? Was war das? Sie kniff die Augen fest zusammen, so fest, bis es benahe weh tat. Was, wenn dieses Ding ihre Augen fressen wollte? Was, wenn es sie bemerkte, weil sie es angestarrt hatte?

Die vollkommene Dunkelheit unter ihren Lidern beruhigte sie etwas und sie zog die Decke ein Stück hoch, sodass sie über ihre Lippen reichte. Ihr warmer Atem lag schwer auf der Haut, doch das beständige Ein- und Ausatmen ließ ihr Herz wieder ruhiger schlagen. Sie lauschte. Außer ihrem Atem hörte sie nichts im Zimmer. Was sollte da auch sein? Es gab keine Dämonen, Geister oder andere Monstren, die ihr etwas anhaben konnten. Sie lauschte weiter und allmählich wurde sie schläfrig. Hinter ihren Lidern kleine, blasse Funken hin und her zu jagen. Sie huschten von einer Ecke in die nächste udn mit der Zeit begann sich ihr Kopf wie in Watte gepackt anzufühlen. Ihr Atem war nun ruhig und regelmäßig.

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen.

Hörte es sich nicht an, als wenn da im Dunkeln noch jemand atmete? Sie horchte aufmerksamer- Doch, es schien, als wäre da noch jemand. Aber das konnte nicht sein, nein, das konnte nicht sein! Plötzlich knackte es laut udn mit einem Mal war sie wieder hell wach. Sie wusste, dass dieses Knacken von ihrer Holzkommode kam, die unter dem Gewicht ihrer Kleidung und Bücher ab und an laut ächzte, aber trotzdem war es jedes Mal wieder ein Schreck, wenn es passierte. Sie hatte ihre Augen noch immer geschlossen. Jetzt hörte sie das fremde Atmen nicht mehr. Vielleicht war es nur Einblidung gewesen. Sie machte sich bestimmt was vor. Das kam von den ganzen Horrorfilmen und einer zu großen Phantasie. Sie drehte sich schnell um, mit dem Gesicht zur Wand, nur zur Sicherheit. Wer konnte schon wissen, ob es nicht doch solche Dinge wie Werwölfe, Vampire oder gar Zombies gab, Irrtümer kamen ja häufig vor. Sie dachte an Zombies. Grässliche Wesen. Sie konnte sich glatt vorstellen, wie so eine Kreatur aus dem Schatten in einer Ecke des Raumes hervorkroch, auf der Suche nach Opfern, mit denen es seinen unstillbaren Hunger tilgen konnte.

Ein leises Schleifenließ sie aufschrecken. Sie war stocksteif, wagte nicht, sich zu bewegen oder gar zu atmen. Sie lauschte voller Panik in die Dunkelheit. War das wirklich ein Schleifen?Es hörte sich an, als wenn sich jemand oder etwas neben ihrem Bett hin und her bewegte, als wenn es auf und ab ging oder kroch. Die Furcht zog sich in ihrem Innern zu einem festen Knoten zusammen. Die Angst schnürte ihr die Kehle zu und in ihr war es, als stünde ein Ballon kurz vor dem Zerplatzen. Mit einem Male hörte sie auch wieder das fremde Atmen. Und dann ar es da, ganz leise, kaum hörbar. Ein Flüstern. Das, was da auch war, wisperte ihren Namen. Ein Schauer zog sich von ihren Beinen hinauf in ihren Nacken und breitete sich über ihren Kopf und weiter in ihrem Körper aus. Sie wollte schreien, wollte aufspringen und so schnell wie möglich aus diesem Zimmer raus. weg von dem, was da war, weg von der Schwärze, die versuchte, sie zu verschlingen. Aber sie konnte sich nicht rühren. Was, wenn sie diese Kreatur auf sich aufmerksam machte, indem sie sich regte? Noch immer lag sie mit dem Gesicht zur Wand, sie wagte nicht, sich umzudrehen, noch traute sie sich, lauter zu atmen. was war das nur für ein Ding, das da neben ihrem Bett umherstreifte? Obgleich sie sich schrecklich fühlte, war da auch eine Spur Neugier. Sie öffnete vorsichtig die Augen und starrte gegen die Wand, immerzu lauschend, ob sich das fremde Wesen bewegte, ob es sie bemerkt hatte. Die Wand wirkte schwarz-grau, obgleich es auch ein dunkles Blau-grau sein konnte und mit flachen, leisen Atemstößen blickte sie angespannt geradeaus. Noch immer lauschend, entdeckte sie plötzlich wieder diese dunklen, gleitenden Schatten, die über sie hinwegschwebten. Sie zog die decke ein Stück runter, um besser nach oben sehen zu können und wie aus dem Nichts beugte sich ein großer Schatten über sie. Es war das Monster! Verschreckt und voller Panik warf sie sich die Decke über den Kopf. Warum war sie nur so neugierig gewesen?! Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, sie bekam kaum Luft, so schnell schlug es. Es war stickig und warm unter der Decke. Ihr Puls raste, es pochte laut in ihren Ohren. es war zu warm, viel zu warm. Die Hitze stieg ihr zu Kopf, das Blut in ihren Adern rauschte wie ein wütender Wasserfall und ihr wurde schwummerig. Sie hatte die Augen wieder zugekniffen und erwartete, dass ihr jede Sekunde ein widerwärtiges Scheusal laut knurrend die Decke wegziehen würde und sie diesem dann schutzlos ausgeliefert sei.

Doch es passierte nichts. Die Sekunden verstrichen.

Sie lag still, schnelle, flache Atemstöße von sich gebend. Sie war gelähmt vor Angst. Wie lange wollte dieses Ding noch warten? Machte es ihm Spaß, sie zu quälen, sie schweißgebadet vor Schrecken da liegen zu lassen? Ihr Brustkorb tat weh, sosehr war sie angespannt. Sie konnte nicht klar denken, die Hitze unter der Decke war nicht zum Aushalten, aber sie traute sich nicht unter ihr hervor. Was, wenn sich das Wesen doch plötzlich auf sie stürzte, sobald es merkte, dass da doch jemand unter dem Stoff lag? Sie musste abwarten, was immer es auch war, es würde bestimmt irgendwann verschwinden.

Ganz sicher.

Diese Gedanken sprach sie in Gedanken, immerzu- Es wird alles gut, es ist nicht echt, es geht wieder weg. Alles gut. Fortwährend wiederholte sie es gedanklich. Irgendwann, sie wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, - es mochten Sekunden, Minuten oder auch Stunden gewesen sein, es fühlte sich alles gleich lang und quälend an- konnte sie nicht anders, als sich ein kleines Luftloch zu schaffen. Sie drückte sich ein kleines Loch frei, wodurch sogleich kühle, angenehme Luft von außen hnein drang. Sie bewegte sich vorsichtig, darauf bedacht, kein Geräusch zu verursachen, um niemandes Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das Rauschen im Körper wurde ruhiger. Langsam konnet sie wieder klar denken. Das Monster rührte sich nicht, es war auch kein Atmen oder Schritte zu hören. Vielleicht war es weg? Vielleicht lauerte es ihr auch auf? Sie wollte die Decke vom Kopf ziehen, doch sie wusste nicht, ob es eine gute Idee war, also ließ sie es bleiben. Sie war müde und doch gleichzeitig hell wach. Sie wollte zu gerne schlafen, doch wie konnte sie? Wie spät mochte es sein? Sich jetzt umzudrehen, und auf die Uhr zu schauen, war bestimmt keine allzu brillante Idee. Behutsam zog sie die Decke ein wenig vom Kopf, es half nichts, sie hielt es einfach nicht mehr aus in dieser Hitze. Die Augen wollte sie sicht öffnen. wenn "es" doch nun doch da war, direkt vor ihrem Gesicht, sie beobachtete? Sie meinte schon beinahe warmen Atem auf ihrem Gesicht zu spüren und wie sich etwas auf ihrem Bett bewegte. Sie wollte die Augen öffnen, um zu sehen, ob da nun tatsächlich etwas war, doch gleichzeitig hatte sie solch immense Furcht davor, dass da wirklich etwas sein könnte. Die Verzweiflung und das Grausen trieben ihr Tränen in die Augen. Der Knoten in ihrer Brust spannte sich noch fester zusammen. Sie schluchzte leise. Ihr ganzer Körper fing an zu zittern und heiße Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. Sie drückte ihr Gesicht ins Kissen, damit jeglicher Laut gedämpft wurde. Das Ungeheuer sollte sie nicht hören und dadurch finden. Sie bebte. Sie versuchte, die Tränen und das Zittern ihres Körpers zu stoppen, doch es gelang nicht. Je mehr sie versuchte, all das zu unterdrücken, desto schlimmer wurde es. Sie wollte nicht weinen, aber es wurden immer mehr Tränen. Ihr Körper zitterte stärker und stärker. Selbst durch das Kopfkissen drang immer lauteres Schluchzen und Wimmern. Was sollte sie tun? Wie konnte sie sich retten? Sie konnte nicht mehr. Sie war so müde und verzweifelt, so unglaublich erschöpft vom Weinen und Ausharren und Angsthaben. Nach einer Weile begann alles um sie herum in noch tiefere Schwärze zu fallen. Die Tränen liefen ihr unentwegt über die Wangen, doch nach einiger Zeit nahm sie sie nicht mehr wahr. Sie fiel, langsam und andächtig, so fühlte es sich an. Und dann war da nichts mehr. Keine Angst, kein Monster, nichts. Alles war schwarz. Die Dunkelheit hüllte sie ein, umschlang sie. Und sie schlief. Endlich.

(Der Text ist schon ungefähr 2-3 Jahre alt... ich habe ihn einfach aufgeschrieben, wie ich eigentlich immer Texte aufschreibe, die mir in den Sinn kommen  )

30.7.10 18:04
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (31.7.10 07:23)
Das ist unglaublich gut geschrieben. Eine brilliante Geschichte, ein tolles Thema. Ich liebe Horrorgeschichten. Man kann nicht aufhören zu lesen. WOW!


ich (31.7.10 20:07)
^^ Freut mich, wenn es dir gefällt

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen
s



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung