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Das unbekannte Gefühl

Einen Moment lang wurde es still. Die Zeit blieb stehen und schaute auf den Augenblick herab, der gerade das Licht der Welt erblickte. Es war eine stumme Geburt und doch geprägt von einem inneren Schrei, der die Seele erschütterte, auf dass sie nie wieder dieselbe sein konnte. Die Seele war verängstigt, wollte sie sich doch niemals auf diese Weise verändern, wie sie es tat. Sie war nicht mehr für sich selbst existent. Sie konnte es nicht mehr sein. Nichts konnte mehr so sein, wie es einmal war. Ihr wurde etwas genommen. Ihr Dasein als Wesen, welches sie doch so sehr verteidigt hatte gegen jedwede Art von Angriff durch andere, der zu ihrer Auslöschung hätte führen können- all das war umsonst. Sie verlor sich. Die Seele erlebte es bewusst und doch konnte sie sich nicht wehren. Sie verfiel. Der Rest, welcher blieb, ward gefesselt. Gefesselt von der Bestie. Ihr Wille brach mit dem Blick der Bestie, der tief in ihr Innerstes drang und auch dort alles einnahm, fesselte, auf eine Weise, wie es nur die Bestie in der Lage war zu tun. Niemals könnte sie sich wieder befreien, sie wollte es auch nicht mehr. Etwas in ihr entfaltete sich. Etwas Neues, Verwirrendes. Etwas, das auf die Bestie reagierte, auf ihr Wesen, sodass sie sich nicht losreißen konnte und ihr blieb nur, sich auf das Unbekannte einzulassen, sodass es in ihr erblühte. Seine Blüten verströmten einen betörenden Duft, der ihre Sinne benebelte und doch stärker klärte, als es jemals zuvor der Fall gewesen war. Sie erblickte das Biest, zum ersten Mal erblickte sie es, sah es an, sah in seine Augen und das Biest erstarrte. Seine Gestalt, seine Seele, sein Innerstes, sein Ganzes, all das erblickte sie. Seine Schönheit hallte in ihr wieder und zog sie an, wie die Motte das Licht. Sie verspürte den Drang, die Bestie zu berühren. Langsam und sacht strichen ihre Fingerspitzen dahin. Die Zeit war vergessen, verschwand im Nichts und verfolgte von außen als unbeteiligter Beobachter das Geschehen, während im Innern beide, das Wesen und die Bestie, einander erkannten. Der Augenblick schien seinen Atem anzuhalten und die Welt verharrte in Bewegungslosigkeit, als sich das Unbekannte in beiden endgültig entfaltete.

Zwei Welten verschmolzen zu einer. Die Bestie, welche bis dahin nichts als Furcht und Hass kannte, erlosch in seinem eigenen Dasein, so wie es auch das Wesen tat und doch blieben sie bestehen. Sie sahen einander an, mehr nicht und es passierte, einfach so, ohne Gegenwehr. Der Augenblick umschlang beide, verband sie miteinander, auf dass sie nie wieder ohne einander existieren konnten und nie wieder würden. Sie waren gebunden, an sich, an den jeweils anderen.

Dann überließ sie der Augenblick sich selbst. Und sie blieben im Stillstand zurück, den nicht einmal die Zeit überwinden konnte.

14.11.10 20:46
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas / Website (16.11.10 07:45)
Wundervoll geschrieben, unglaublich welche Gedanken du hast und wie du sie formuliert. Und welche Verschwendung sie bloß hier im Blog zu posten. Liebe Grüße


ich (16.11.10 16:20)
Nun ja, ich frage mich, wer das was ich schreibe,irgendwo anders lesen würde... Wo könnte ich meine Gedanken und dergleichen besser aufzeigen als in meinem Blog ?

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